#40 Mütter Burn out: Wenn dir als Mama alles zu viel wird

mütter burn out

Kennst du das Gefühl, als Mama ständig am Limit zu sein? Leider ist der „Mütter Burn out“ heutzutage kein seltenes Thema mehr.

Vor allem Mütter (bzw. Eltern), die ihr Kind bedürfnisorientiert begleiten, sind besonders gefährdet. 

Fühlst du dich manchmal total erschöpft, überfordert oder sogar ein bisschen verloren? 

Eltern Burn out: Klar, auch Papas können drunter leiden, aber ich konzentriere mich in diesem Artikel, basierend auf meinen Coachings und Therapiesitzungen, hauptsächlich auf den Mütter Burn-out. 

Wie immer gilt: Falls du lieber zuhörst, findest du die Inhalte dieses Artikels auch in meiner aktuellen Podcast-Folge.

Was genau meint man eigentlich mit "Mütter Burn out"?

Du hast den Begriff sicher schon öfter gehört: Burn-out. Das klingt erstmal nach totalem K.O.-Sein wegen zu viel Arbeit und Stress, oder? Burn out ist mittlerweile ein gängiger Begriff für eine Erschöpfung durch Überarbeitung. 

Es gibt allerdings keine offizielle Diagnose namens „Burn-out“.

 

Und dementsprechend auch keine klaren Diagnosekriterien. Aber viele der Gefühle und Anzeichen, die man damit verbindet, ähneln denen einer Depression. Also, was ist nun der Unterschied zwischen dem typischen Mama Burnout und einer Erschöpfungsdepression?

Auf mögliche Anzeichen für ein Burnout gehe ich gleich nochmal genauer ein. Handelt es sich um eine Depression, spürst du vielleicht noch zusätzlich sowas wie:

  • Freudlosigkeit an Dingen, die dir bisher Freude gemacht haben
  • gedrückte Stimmung und Niedergeschlagenheit
  • Schuldgefühle
  • Schlafstörungen
  • Appetitstörungen 
  • und/oder Hoffnungslosigkeit. 

Wenn du solche Symptome über einen Zeitraum von zwei Wochen lang spürst – bitte, bitte, hol dir Hilfe. Da sollte jemand mit Ahnung draufgucken, z. B. ein Facharzt wie ein:e Psychiater:in oder Neurolog:in.

Bin ich betroffen? Wie fühlt sich dieses "Mama Burn-out" überhaupt an?

Fragst du dich jetzt vielleicht: „Bin ich überfordert als Mutter? Liegt bei mir ein Mama Burnout vor? Warum bin ich als Mutter mit den Nerven am Ende?“ Glaub mir, du bist nicht allein mit diesen Fragen. Viele Mamas suchen nach Antworten und mit diesem Artikel möchte ich dir zu mehr Klarheit verhelfen.

Ehrlich gesagt, ist das Hauptgefühl oft einfach nur… erschöpft sein. Aber nicht nur das typische „Ich hab schlecht geschlafen“-erschöpft, sondern eine tiefe, anhaltende Erschöpfung. Gleichzeitig fühlt man sich getrieben, weil es dir nicht mehr möglich ist, zur Ruhe zu kommen. Dir schwirrt so viel im Kopf rum und das Gedankenkarussell lässt sich einfach nicht stoppen.

Klingt das nach dir? Hier sind einige mögliche Anzeichen – wobei man sagen muss, es gibt keine festen „offiziellen“ Symptome:

Psychische Anzeichen:

  • Totale emotionale Erschöpfung
  • Immer negativer werden
  • Das Gefühl haben, man schafft immer weniger
  • Das ständige Gefühl, unentbehrlich zu sein und nie genug Zeit zu haben
  • Persönliche Bedürfnisse? Was war das nochmal?
  • Enttäuschungen und Misserfolge? Einfach ausblenden!

Körperliche Anzeichen:

  • Ständig müde, egal wie viel Schlaf
  • Immer unruhig und nervös
  • Sich von Freunden und Familie zurückziehen

Was bringt Mamas an den Punkt des "Mütter Burn out"?

Hast du dir mal überlegt, warum gerade wir Mamas so oft am Rand unserer Kräfte sind? 

Folgende Risikofaktoren für einen Burn-out wurden von einer Versicherung erfasst in Bezug auf Berufstätigkeit. 

Lass uns diese Liste mal aus Mama-Sicht betrachten. Wie viele der folgenden Punkte kennst du aus deinem Alltag?

Risikofaktoren für Burnout: 

  • große Verantwortung – vor allem, wenn man alles allein stemmt (Stichwort: alleinerziehende Mamas!)
  • Zeitdruck 
  • nicht klar definierte Erfolgskriterien 
  • ausbleibende Anerkennung
  • nicht ausreichende Belastbarkeit 
  • ständige Unterbrechung der Arbeitsabläufe 
  • langweilige Routinearbeiten 
  • belastende Arbeitsatmosphäre 
  • Konflikte

Ich unterstelle einfach mal, dass du bestimmt ein paar Punkte erfüllst, oder? Genau deswegen sind Mütter besonders gefährdet. Vor allem wenn wir versuchen, immer auf die Bedürfnisse unserer Kinder einzugehen – und unsere eigenen dabei vergessen. 

ACHTUNG! So ist „bedürfnsorientiert“ nicht gedacht! Aber oft passiert uns das. Mehr dazu in meinem letzten Blogartikel: „Bedürfnisorientiert: 5 Stolpersteine im Elternalltag“.

Zahlen Daten Fakten

Die letzten Jahre während der Pandemie waren für alle, aber besonders für Eltern, sehr belastend. Die Zahlen auf der Grafik sind aus 2019, es ist also davon auszugehen, dass sie bis heute sogar noch gestiegen sind:

Was kannst du tun, wenn's dir als Mama zu viel wird?

Fühlst du dich manchmal unglücklich als Mutter und fragst dich: „Was tun, wenn man als Mutter überfordert ist?“ Du bist nicht allein! Und du kannst definitiv etwas ändern. Hier sind einige Impuls-Fragen und Anregungen, was du dir einmal genauer ansehen solltest:

Im Außen – Dein Alltag und Umfeld:

  • Tagesablauf checken: Welche stressigen Momente kannst du sofort ändern?
  • Mental Load: Wer macht eigentlich was zu Hause? Mache eine klare Liste. Es ist an der Zeit, Aufgaben umzuverteilen und/oder zu delegieren.
  • Eigene Erwartungen überprüfen: Niemand erwartet Perfektion von dir. Also, warum tust du es? Lass‘ die Last der Perfektion los.
  • Berufliche Situation: Überlegt gemeinsam, ob ihr Arbeitszeiten anpassen könnt, um dir den Alltag zu erleichtern.
  • Reflektiere: Was tut dir gut und was zehrt an deinen Kräften?
  • Zeit für dich ist Pflicht! Gönn dir regelmäßig Zeit nur für dich (Kennst du schon meine entspannte halbe Stunde ?)
  • Schlaf: Bekommst du genug? Schlaf ist so wichtig!
  • Essen: Wann und was isst du? Gutes Essen = gute Laune 😉.

Im Innen – Dein geistiger und emotionaler Zustand:

  • Themen bearbeiten: Überlege dir, ob ein Coaching oder eine Therapie sinnvoll wäre. Ängste, Sorgen um die Zukunft, Konflikte, Traumata – all das kann dir Energie rauben. (Interessiert? Hier geht’s zum Kennenlerngespräch.)
  • Entspann dich: Lerne Techniken wie Meditation oder Atemübungen.
  • Achtsamkeit: Integriere kleine Achtsamkeitsmomente in deinen Alltag. Das kann Wunder wirken!
 

Meine Tipps bei Mama Burn-out und Erschöpfungszuständen

Wenn du bei einigen Punkten innerlich genickt hast, dann ist es wirklich wichtig zu schauen, wie du dich entlasten kannst. 

Geh die oberen Punkte nochmal in Ruhe für dich durch. 

  • Was kannst du verändern damit es dir besser geht? Du musst jetzt nicht dein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Welche Kleinigkeiten könnten deinen Alltag schon leichter machen? Manchmal reichen schon ein paar kleine Anpassungen, die dir das Gefühl geben, wieder Luft holen zu können.
  • Was sind deine Ruheinseln im Alltag? Vielleicht, wenn du einen Kaffee trinkst, ein Buch liest oder einfach mal fünf Minuten für dich hast. Baue diese Momente bewusst ein! Auch wenn du denkst: „Heute hab ich echt keine Zeit dafür.“ Du brauchst diese Zeit, glaub mir! Es MUSS passen, sonst fällst du irgendwann aus und das wird auch nicht passen!
  • Stell dich selbst absolut in den Fokus! Ich weiß, als Mama denkt man immer zuerst an die Kids, den Partner, den Job… Aber du bist auch wichtig!
  • Streiche alles, was gerade nicht wichtig ist.
 

Mutter-Kind-Kur: Wenn Mama (oder Papa) alles zu viel wird

Du musst einfach mal raus? Auch eine Mutter-Kind-Kur kann helfen. Raus aus dem Alltag und ein paar Wochen einfach mal wieder etwas zur Ruhe kommen. Oft schrecken Eltern vor der Beantragung zurück. 

Claudia Oidtmann unterstützt Eltern genau dabei. Schaut gerne mal bei ihr vorbei.

Echte Geschichten: Mamas und ihre Burnout-Erfahrungen

Mia war ständig erschöpft und dauermüde. In ihrem Alltag fühlte sie sich immer unwohler und es kam ihr vor, als würde sie sich nur noch durch ihre Tage schleppen. Nachdem wir ein erstes Gespräch vereinbart hatten, haben wir insgesamt 10 Monate zusammengearbeitet. Wir haben uns intensiv mit ihrem Tagesablauf beschäftigt, hineingefühlt, was ihr guttut und was sie früher immer gerne gemacht hat. 

Nach und nach lief alles wieder besser: Mit der Zeit fand Mia wieder zu sich selbst. Zu Beginn unserer Zusammenarbeit ordnete sie sich auf einer Stressskala (von 1 bis 10) bei 8–9 ein. Nach den 10 Monaten war sie bei einer 2. So toll!

Hier ein kleiner Einblick, was Mia selbst sagt:

„Die Zusammenarbeit mit Alexandra hat mir so einen Halt gegeben. Zu wissen, da hört jemand zu und geht das mit mir gemeinsam an war so wertvoll. Keine Ahnung, wo ich jetzt ohne sie stehen würde.“
 

Fazit: Den Mütter Burn out erkennen und handeln

Das Gefühl der Überforderung, bekannt als „Mütter Burn out“, trifft viele von uns Mamas. Erinnere dich selbst also immer wieder bewusst daran, für dich selbst zu sorgen und setze klare Grenzen. 

Außerdem ist es wichtig, die Warnsignale zu kennen und rechtzeitig Hilfe zu suchen.

Du bist nicht allein und es gibt immer Wege, Unterstützung zu finden!

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